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Kastelruther Spatzen kommen nach Finsing
zum 100 Jährigen Gründungsfest des Burschenverein Finsing Finsing

100 Jahre BV Finsing, das ist für die jungen Burschen des Ortes ein Anlass, ein großes Fest zu feiern. Für alt und jung sollte etwas geboten sein, deshalb gibt das Programm von den Kastelruther Spatzen bis zu einer Rock-Party im Hüttengaudi-Stil für jede Altersgruppe etwas her.
Seit einigen Monaten bereits laufen die Vorbereitungen für das große 100jährige Gründungsfest des BV Finsing. Im Mai 2010 ist es dann soweit und die etwa 70 Burschen lassen sich und ihren Verein, der mittlerweile einhundert Jahre lang die Jugend des Ortes auf kultureller und gesellschaftlicher Ebene fördert, groß feiern.
Bei seiner Gründung im Jahre 1910 beschränkten sich die Tätigkeiten des Burschenvereins noch eher auf gemütliche Wirtshausrunden und Theaterspielen. In den Kriegsjahren und der Zeit danach war das Vereinsleben dann weitgehend eingeschlafen. Im Jahr 1972 besannen sich dann einige junge Männer aus Finsing der Tradition und erweckten den Burschenverein wieder zum Leben. Seit dieser Zeit veranstalten die Burschen nicht nur alljährlich wiederkehrende Feste wie das Weißbier- und Russ´nfest oder die Sonnwendfeier, sondern kümmern sich auch um den Erhalt der kulturellen Strukturen in der Gemeinde. So wurde in den vergangenen Jahren mehrfach die Kapelle am Sauriaßl renoviert, oder die Ortschaft in der Weihnachtszeit mit einem eigens für Finsing angeschafften Christbaum verziert. Eine Hauptaufgabe des BV ist es natürlich, alle fünf Jahre einen neuen Maibaum im Ortskern auf zu stellen, selbstverständlich nicht ohne das dazugehörige Maibaumstüber. Selbst das Maibaum Umschmeißen hat in Finsing Tradition! So wurde der Baum in den vergangenen Jahrzehnten bereits mehrfach nicht nur umgelegt, sondern in einem großen Spektakel mit allerlei Rahmenprogramm auf ein Auto fallen gelassen. Auf Gemütlichkeit und Geselligkeit wird bei den Finsinger Burschen eben besonders wert gelegt, was man in unserer schnelllebigen Zeit auch daran erkennt, dass sich die Feierlichkeiten der jungen Finsinger in den vergangenen Jahren zwar stetig vergrößert, immer aber den gleichen Charakter behalten haben. So wurde bis vor fünf Jahren in einem alten Holz-Stadl gefeiert, der an Urtümlichkeit und gemütlichem Flair kaum zu überbieten war. In Finsinger Maibaumstüberln fand und findet man neben der Maibaumstüberl-typischen Atmosphäre immer wieder auch die Wärme und Herzlichkeit früherer Zeiten. Ob selbst gebaute Kachelöfen, aus alten Maibäumen selbstgezimmerte Bänke und Tische oder aus alten Holzbohlen und allerlei Bauernstubn-Krimskrams liebevoll hergerichtete Bartheken. In Finsing haben Besucher immer den Endruck als säßen sie in einer alten Wirtshaus-Stube oder einer gemütlichen Berg-Hüttn. Und genau dieses Flair will der Verein nun im großen Stil in sein Fest mitnehmen, und eine generationenübergreifende Geselligkeit und Gemütlichkeit schaffen. Dieses Ziel ist schon beim betrachten des Programms zu erkennen. Das für die Jugend der Umgebung bereits seit Jahren legendär gewordene Weißbier- und Russ´nfest mit der Band de Moosner findet, wie bereits seit Jahrzehnten immer am gleichen Tag, am Mittwoch vor Christi-Himmelfahrt statt. 2010 wird das der 12. Mai und damit der Auftakt für fünf abwechslungsreiche Festtage sein. Am Donnerstag, den 13. Mai beginnt bereits am Vormittag eine landwirtschaftliche Ausstellung, bei der den ganzen Tag über zahlreiche Landmaschinenhersteller der Umgebung die neueste Technik zur Schau stellen. Am Abend findet dann ein Totengedenken am Kriegerdenkmal mit Pfarrer Norbert Joschko statt und danach werden die Festtage mit dem traditionellen Bieranstich offiziell eröffnet. An diesem Abend finden außerdem Burschenwettkämpfe mit dem bekannten Hochzeitslader „Bäff“ und den Lustigen Finsingern statt. Am darauf folgenden Freitag, den 14. Mai kommt als nächstes Highlight die Band Bitter Lemon, die über viele Jahre hinweg die Finsinger Feste musikalisch unterstützt hat auf die Bühne und rocken das Zelt. Außerdem werden bei diesem Fest, das unter dem Motto Finsinger Hüttngaudi steht, einige Burschen und Dirndl „versteigert“. Tags darauf, am 15. Mai dann das große Konzert der Kastelruther Spatzen.
Zu diesem Konzert sind diverse Vorverkaufsstellen eingerichtet worden:
Das Lebensmittelgeschäft Korneck, Erdinger Str. 7, 85464 Neufinsing;
der Zehmerhof, Markt Schwabener Str. 24, 85652 Gelting;
der Finsinger Hofladen, Geltinger Str. 20, 85464 Finsing und
der Malerbetrieb Michael Waldinger, Haager Str. 11, 85435 Erding.
Außerdem können die Karten über die Internetseite www.holz-in-der-huette.de bestellt werden.
Am Sonntag, den 16. Mai dann natürlich die große Fahnenweihe mit zahlreichen geladenen Vereinen aus Nah und Fern, mit Gottesdienst, Festumzug und allem was zu einer zünftigen Fahnenweihe gehört. Die musikalische Umrahmung wird die Band Barfuss übernehmen.
Dass die Finsinger Burschen große Feste feiern können und dass es in Finsing immer zünftig zugeht, haben sie in der Vergangenheit vielfach bewiesen. Das Burschenfest vom 12. – 16. Mai 2010 wird ein weiteres Highlight in der Geschichte dieses traditionsreichen Vereins sein.

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Bericht im Münchner Merkur:

100 Jahre Burschenverein Finsing: Sonnige Gemüter trotz Regenwetter

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Hoch hinauf ging es für die Finsinger Burschen beim offiziellen Festauftakt zum 100-jährigen Bestehen: Sie mussten eine wackelige Leiter erklimmen.

von daniela oldach

Finsing - Gelungener Auftakt für Bürgermeister Max Kressirer: Kein Problem hatte der Gemeindechef bei seinem ersten Anzapfen. Drei Schläge benötigte er am Donnerstagabend, um das Festbier fließen zu lassen und damit den offiziellen Startschuss zu den Feierlichkeiten „100 Jahre Burschenverein Finsing“ zu geben.

Zur Musik der lustigen Finsinger wurde im vollbesetzten Zelt kräftig gefeiert. Trotz des schlechten Wetters waren zahlreiche Gäste nach Finsing gekommen. Hochzeitslader Bäff versuchte, mit Gstanzln zu unterhalten, getreu seinem Namen „Beautiful, äntzückend, fröhlich und fromm“.

Im Mittelpunkt standen jedoch die Burschenwettkämpfe. Zuerst galt es, mit gestrecktem Arm eine Mass Bier möglichst lange zu halten. Übung Nummer zwei war der Höhepunkt des Abends. Wagemutige junge Männer erklommen eine wackelige Leiter, um dann mit der Hand oder Fußspitze auf eine große Glocke zu schlagen.

Anschließend war erst einmal wieder Verschnaufen angesagt, ehe es zum sportlichen Finalkampf ging. Eine Runde Sackhüpfen durchs Festzelt stand an. Zur Stärkung gab es ein Stamperl Wüstenschnaps (Semmelbrösel). Und wer danach noch Bulldog fahren konnte, durfte die im Schlamm festgesteckten Autos auf die Straße ziehen.

Bereits am Vortag hatten viele junge Leute beim Weißbier- und Russnfest gefeiert. Zuvor war ihre Geduld auf eine harte Probe gestellt worden, denn am Eingang hatte sich eine lange Warteschlange gebildet. Überwiegend Papas nutzten den Vatertag, um sich tagsüber die Landmaschinen-Ausstellung anzusehen und danach im Festzelt gemütlich weiterzufeiern.

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